Shanghai – Die beste Lightshow ever!

Skyline Shanghai bei Nacht

 

Hallo liebe ennovaten 🙂

 

Ich melde mich heute aus Shanghai. Das ist einfach eine großartige Stadt! Tagsüber ist hier ein unglaublicher Trubel. Überall sind enorm viele Menschen. Einige sehr beschäftigt, andere eher weniger. Shanghai ist ungefähr drei Mal so groß wie das Saarland. Allerdings leben hier mehr Menschen als in ganz Ostdeutschland.


Wohngebäude in Shanghai

Aber das, was die Stadt richtig atemberaubend macht ist die Architektur. Das alte Shanghai findet man hier nur noch selten. So z. B. In der französischen Konzession. Das ist ein Teil von Shanghai, das die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts – unter Zwang – vom chinesischen Kaiser erhielten. Es war quasi eine kleine Kolonie. Hier gibt es noch immer viele Gebäude aus der Zeit.

 

Altstadt von Shanghai

 

Außerdem hat man für die Touristen ein kleines Stück der Altstadt erhalten. Das ist aber eine reine Verkaufsstraße. Viel typischer für die Stadt sind riesige Gebäude. Auch die Wohngebäude haben hier gern mal 30 Geschosse. Noch viel Beeindruckender sind natürlich die Wolkenkratzer. Ihr seht das ja schon im Titelbild. Das ist echt unheimlich faszinierend. Wenn ich wieder in Großpösna bin, muss ich euch unbedingt noch mehr Bilder zeigen. Man kann das mit den wenigen Bildern im Blog leider nicht wirklich beschreiben. Und das sind nur die echt großen Skyscraper. Die kleineren Wolkenkratzer (das klingt irgendwie komisch) sind architektonisch noch viel schöner. Hier konnten die Architekten viel mehr experimentieren. Beim Shanghai World Financial Center (dem höchsten Gebäude Chinas) ging es nur um pure Größe. Daher ja auch die große Aussparung oberhalb des 80. Geschosses.

 

 

Aber genug der Schwärmerei. Ich muss hier natürlich auch noch etwas über die Umweltsituation bloggen. Schließlich ist Shanghai quasi die größte Fabrik Chinas. Hier gibt es durchaus einiges an Umweltproblemen anzusprechen.

Zum Beispiel die Wasserverschmutzung. In Shanghai mündet der Jangtsekiang in das Meer. Hier wird das verschmutzte Wasser aller Metropolen entlang des Jangtsekiang-Flussystems angespült. Und Shanghai selbst trägt dazu auch noch eine ganze Menge bei. Im Foto seht ihr ein Stück eines Nebenflusses des Huangpu (der auch in den Jangtsekiang mündet). Ich habe das Foto auch in der Originalauflösung hochgeladen. Wenn ihr das Vorschaubild anklickt, könnt ihr den toten Fisch sehen. Von solchen Bildern habe ich noch viel mehr. Hier muss sich unbedingt etwas ändern, sonst zerstört dieses faszinierende Land seine Grundlagen. In Shanghai werden nämlich unheimlich viele Meeresfrüchte gegessen.

 Wasserverschmutzung in Shanghai

 

Das Wassersparprogramm der Regierung (ich habe es bereits im Pekingpost erwähnt) findet man auch hier an jeder Ecke. Allerdings wird es teilweise mangelhaft umgesetzt. In einem Restaurant hatten sie Wasserhähne, die das Wasser nur nach unten versprüht haben (ähnlich einer Sprühflasche, mit der man Pflanzen besprüht). Das reicht zum Händewaschen durchaus aus. Ich denke, dass man damit viel Wasser sparen kann (20 – 50 %). Auf der Toilette war der Abstandssensor jedoch defekt. Das hat dafür gesorgt, dass die Spülung permanent lief. Ich bin einige Stunden später zufällig wieder an diesem Restaurant vorbei gekommen. Der Sensor war immer noch defekt. Wäre dieser Sensor an eine ennovatis Smartbox angeschlossen, und diese wiederum mit einem Wartungssystem verbunden, wäre der Fehler extrem schnell registriert worden. Ein guter FM-Dienstleister hätte sofort einen Techniker los geschickt, und der Defekt wäre innerhalb kürzester Zeit behoben worden. Größere FM-Dienstleister habe ich in China auch noch nicht oft gesehen. Lediglich die Reinigung der Verbotenen Stadt in Peking wurde erkennbar an einen Dienstleister vergeben. Hier fehlt es leider noch an entsprechenden Strukturen.

 

Ein weiteres Negativbeispiel war, dass die Haupteinkaufsstraße (die Nanjing East Road) abends mit Feuerwehrschläuchen, an denen sich zwei Männer festkrallten, gereinigt wurde. Ich denke, dass hier eine Kehrmaschine eine ganze Menge Wasser gespart hätte.

Straßenreinigung mit Feuerwehrschlauch in Shanghai

Abschließend kann man also sagen, dass das Wasserproblem auch hier präsent ist. Wie wahrscheinlich in ganz China. Nicht nur ist scheinbar zu wenig vorhanden, sondern es wird auch sehr stark verschmutzt. Die Entscheider in China sind sehr pragmatisch. Mit den richtigen Argumenten sollten sie einsehen, dass der Umweltschutz Geld spart und nicht nur Geld kostet.

Soweit erst einmal aus Shanghai. Morgen will ich schauen, ob ich irgendwie zur Mündung des Jangtsekiang komme. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich das finde. Spätestens, wenn ich in Hongkong bin kann ich euch dann mehr daüber erzählen.

Liebe Grüße, Christian

PS: Den Smog habe ich jetzt nicht extra erwähnt. Der ist natürlich auch ein gigantisches Problem. Auf dem Bild mit den Wohngebäuden kann man ihn erahnen. In der Innenstadt ist er aber nicht so sehr zu spüren.