Thailand – Das Paradies versinkt im Abfall?

Bangkok bei Nacht - Aufgenommen auf dem State Tower

Hallo liebe Leser,

Heute geht es um Thailand. Jeder kennt Thailand als Urlaubsland, in dem man sich wirklich ALLES kaufen kann.

Leider kommt der Blogpost etwas spät. Ich hatte in Bangkok gleich mit mehreren Übeln zu kämpfen, die es mir unmöglich machten, den Blog zu schreiben. Daher musste der Post bis zu meiner Ankunft in Kuala Lumpur, Malaysia warten.

Tempel in BangkokIn Thailand bin ich mit dem Bus aus Kambodscha angekommen. Der Unterschied zwischen den beiden Ländern ist gigantisch. Auf dem ersten Teil der Reise begegnete mir die Armut, die ich mittlerweile schon kannte. Direkt nach der Grenze wurde alles ganz anders. Selbst die Peripherie von Thailand ist nicht annähernd so verarmt, wie Kambodscha. Etwas komisch war der zweite Teil der Reise dennoch. Nachdem ich in Kambodscha noch in einem großen Reisebus, wie man ihn kennt, gefahren bin, wurde ich nach der Thailändischen Grenze in einen Kleintransporter mit Sitzen verfrachtet. Der Kleintransporter wäre normalerweise für sechs Passagiere ausgelegt gewesen. Das Transportunternehmen hat aber einfach noch drei Sitze hinein geschweißt. Jetzt hatten theoretisch neun Leute Platz. Wobei Platz vielleicht das falsche Wort ist. Sagen wir einfach, dass nun neun Leute reingesteckt werden konnten. Das haben sie aber zum Glück nicht gemacht. Zwei Plätze blieben frei. Irgendwo musste ja noch das Gepäck der restlichen sieben Leute hin. Also musste ich dann vier Stunden lang völlig eingeklemmt verbringen. Irgendwann kam ich dann aber endlich in Bangkok an.

Tempel in BangkokIn Bangkok habe ich natürlich auch ein wenig Sight-Seeing gemacht. Ich habe den Königspalast gesehen, und alle möglichen Tempel. Ich muss aber zugeben, dass mich das alles nicht mehr so extrem abgehoben hat. Ich habe mittlerweile einfach schon so viel davon gesehen. Shoppen war ich natürlich auch noch. Hier bekommt man echt alles. Hier steht ja auch das größte Einkaufszentrum der Welt. Das Siam Paragon. Da sich meine Reise aber dem Ende zu neigt, tut mein Kontostand leider das selbe. Daher war es nur eine kleine Shoppingtour. Mittlerweile habe ich eine Faustregel für das Feilschen gefunden. Von dem Preis der mir gesagt wird nehme ich die Hälfte. Davon ziehe ich noch eine ganze Ecke ab, und dann habe ich den Preis, den ich am Ende bezahlen werde. Das klappt an und für sich bei jedem Tourimarkt in Asien.

Leider ereilte mich am zweiten Tag in Bangkok eines der oben erwähnten Übel: Übelkeit. Ich denke, dass ich mir an irgendeiner Garküche den Magen verdorben habe. Daher ist der Artikel auch etwas kürzer als gewohnt. Ich habe in meiner Unterkunft schlicht nicht viel erleben können.

 

Auf meinen kurzen Streifzügen durch Bangkok ist mir dennoch etwas aufgefallen. Überall liegt unheimlich viel Müll rum. In Kambodscha, wo das ja auch der Fall war, konnte ich mir das noch damit erklären, dass das Land eben recht arm war. Aber warum ist das in Thailand auch der Fall? Ich kann natürlich nur von Bangkok reden. Andere Gegenden habe ich nicht gesehen. Daher weiß ich nicht, ob das auch in den Touristenhochburgen im Süden so ist. Durch den vielen Müll gab es natürlich auch viel Ungeziefer. Ich habe unzählige Ratten über die Straßen rennen sehen. Auch habe ich noch nie so viele Schaben gesehen. Ständig hat es unter meinen Schuhen geknackt.

Müll in Bangkok

Ich weiß natürlich nicht, ob die Regierung nur Geld spart, und den Müll wenigstens während der Saison abholen lässt. Eine klassische Müllabfuhr habe ich hier jedenfalls nie gesehen. Auch private Müllsammler habe ich nicht bemerkt. Selbst in Vietnam, das sicher nicht annähernd so reich ist, wie Thailand, habe ich nie solche großen Müllberge auf der Straße gesehen. Bisher habe ich noch keine Antwort auf die Frage. Aber ich werde das in den letzten beiden Städten mal näher beobachten.

In ein paar Tagen werde ich euch dann berichten, wie das hier in KL aussieht.

Bis dahin: Liebe Grüße in die Heimat.

Christian